
Dialife - Das Projekt
So ist z.B. die Einheilrate von Implantaten im osteoporotischen Knochen verschwindend klein, die Implantate mit Hautdurchtritt sind einer bakteriellen Biofilmbildung ausgesetzt, was meist eine periimplantäre Entzündung zur Folge hat. Daher wird großer Aufwand in die Entwicklung von neuen Implantatoberlächen gesteckt, um alle notwendigen Anforderungen zu erfüllen – welche mit speziell angepassten NCD/DP Beschichtungen erreicht werden können, sodass z.B. die Mikroarchitektur der Originalimplantatoberfläche erhalten bleibt und sogar mit einer Nano-Struktur und der Adaption von lokal hydrophilen und hydrophoben (antibakteriell) Bereichen kombiniert werden kann.

Die Kombination der funktionalisierten und modifizierten Implantate und Knochenersatzmaterialien mit der entsprechenden Besiedlung von Stammzellen sind ein wesentlicher Beitrag im DiaLife Projekt um letztendlich ein lebendes und auf jedes Individuum angepasstes Implantat bzw. Biomaterial zur fertigen.
Theoretische Simulationen und Modellrechnungen sollen den Entwicklungsprozess unterstützen. Somit erhält man bereits während der Konzeptphase ein besseres Verständnis und die Festlegung der experimentellen Parameter sowie die Interpretation der Ergebnisse ist planbar bzw. schneller umsetzbar.

Etablierte, aber auch innovative, neue Tiermodelle werden eingesetzt, um die neuentwickelten Implantatoberflächen, Biomaterialien, Sensoren und Elektroden in Brüchen oder Knochendefekten zu validieren.

Da die neue Sensortechnologie ein kontinuierliches Monitoring erlaubt, können unmittelbar die Anzahl der Tierversuche reduziert werden.



