Begleitendes Assessment der „Laura Bassi Centres of Expertise“

Fokus auf Management und Karriere


Das Impulsprogramm „Laura Bassi Centres of Expertise“ setzt seinen Exzellenz-Fokus nicht nur auf den Bereich Wissenschaft, sondern ebenso auf exzellentes Forschungsmanagement sowie auf nachhaltige Karriereentwicklung des gesamten Forschungsteams. Denn umfassende Kompetenzen sind in der anwendungsorientierten Forschung heute unverzichtbar. Dieser erweiterte Fokus wird von einem Assessment umrahmt, das Bewusstsein dafür schafft, dass Management und Karriereentwicklung für exzellente Forschung essentiell sind. Darüber hinaus werden die aus dem Assessment gewonnenen Erkenntnisse systematisiert, die Ergebnisse dienen den LBC-Leiterinnen als Empfehlung zur organisatorischen und inhaltlichen Weiterentwicklung ihrer Zentren.

Statt einmaligem Assessment nun vier begleitende Assessments

Im Programmdokument zur Impulsaktion „Laura Bassi Centres of Expertise“ ist ein einmaliges Assessment im 2. Jahr der Förderung vorgesehen. Dieses ist Teil der Evaluierung, die am Ende der ersten Förderungsperiode im 4. Jahr vorgenommen wird. Regelmäßig stattfindende Assessments schärfen jedoch das Bewusstsein für die erweiterten „Laura Bassi Centres of Expertise“ –Programmziele und gewährleisten, dass sich die Zentren im Sinne des Impulsprogrammes entwickeln. Daher wurde beschlossen, die allgemeinen Vorgaben des Programmdokuments zu präzisieren und das Assessment nicht einmalig, sondern jährlich begleitend anzubieten. Es werden also insgesamt vier Assessments innerhalb der ersten Förderungsperiode abgehalten.

Vorteile eines begleitenden Assessments

  • Herausforderungen werden früh erkannt und reflektiert 
  • Mögliche Hürden werden rasch gemeistert 
  • Regelmäßiger Erfahrungsaustausch schärft das Bewusstsein für die Bedeutung von Management und Karriere in der anwendungsorientierten Forschung

Dauer des Assessments

Für das Assessment sind 1,5 bis 2 Arbeitstage jährlich vorgesehen.

Einbettung in Netzwerk- und Informationstreffen

Die Assessments vertiefen das Verständnis für die Wichtigkeit der Management- und Karrierekompetenzen. Die LBC-Leiterinnen entwickeln Lösungen anhand konkreter Fallbeispiele aus ihrem Arbeitsalltag. Das gemeinsam erarbeitete Know-How wird in den Assessments durch theoretische Inputs unterlegt, die von den leitenden Assessment-Expertinnen eingebracht werden.
Die Assessments werden in ein Vernetzungstreffen eingebettet. Dieser Rahmen bietet den LBC-Leiterinnen Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge auszutauschen.

Teilnahme am Assessment

Die Teilnehmerinnen an den begleitenden Assessments sind die wissenschaftlichen Leiterinnen der Exzellenzzentren, bei Verhinderung kann auch eine Stellvertreterin entsandt werden.

Leitung der Assessments

Die Assessments werden von externen nationalen oder internationalen Expertinnen der Personal- und Organisationsentwicklung geleitet. Zu ihren Aufgaben zählt es auch, Empfehlungen aus den begleitenden Assessments abzuleiten und diese an die LBC-Leiterinnen und an die FFG zu übermitteln.

Umsetzung der Assessment-Empfehlungen dokumentieren

Die LBC-Leiterinnen werden eingeladen, die Umsetzung dieser Empfehlungen im Rahmen ihres jährlichen Zwischenberichts an die FFG zu dokumentieren.

Flexible Inhalte des Assessments

Dem derzeitigen Wissensstand entsprechend wurden vier Themenmodule festgelegt. Jedem Assessment ist ein Modul gewidmet. Die Modulinhalte werden den aktuellen Herausforderungen, denen die LBC-Leiterinnen gegenüberstehen, angepasst und können modifiziert werden.

1. Teamentwicklung: Zum Zeitpunkt des ersten Assessments haben alle Zentren ihre Arbeit aufgenommen, die Teams haben sich in ihren Grundzügen formiert. Ein guter Moment für eine erste Diskussion und Reflexion möglicher Maßnahmen zum Teamaufbau sowie zur Gestaltung der Karriereprozesse, da die Qualität und Effektivität dieser Maßnahmen von Beginn an positiv beeinflusst werden kann.

2. Organisationsverständnis: Im zweiten Jahr der Laufzeit haben sich die Teams formiert. Die Funktionsweise von Projekten, von Unternehmensorganisation sowie die Nutzung von offiziellen Kanälen und informellen Netzwerken gewinnen an Bedeutung. Ein guter Zeitpunkt, um Organisationsabläufe für die verbleibende Laufzeit zu optimieren.

3. Kooperationskompetenz: Im dritten Jahr haben die Partner in den Konsortien eventuelle Schwierigkeiten gemeistert und gemeinsame Erfolge erzielt, sodass Vertrauen gewachsen und tragfähige Kooperationsbeziehungen entstanden sind. Nun erscheint es sinnvoll, das Kooperations-Potenzial für die zweite Förderungsperiode zu reflektieren und die Zusammenarbeit auszubauen.

4. Umfeldmanagement und Eigenmarketing: Im vierten Jahr werden die LBC-Leiterinnen auf die bevorstehende Zwischenevaluierung vorbereitet. Zentrales Thema ist der Umgang mit unterschiedlichen Anforderungen im Projektumfeld sowie kontinuierliche Verbesserungsmöglichkeiten. Auch Kompetenz für Eigenmarketing ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.

Assessments fördern Offenheit für kontinuierliches Lernen

Die Assessments erweitern den Gestaltungsspielraum der LBC-Leiterinnen. Die Tatsache, dass das Assessment nun jährlich begleitend stattfindet, unterstreicht die kontinuierliche Lernbereitschaft als wichtiges Qualitätsmerkmal des Laura Bassi Programms.