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Exzellenz fördern - Neue Entfaltungsmöglichkeiten für hochqualifizierte Forscherinnen

Weibliche Potenziale zu wenig ausgeschöpft

In Österreich bestehen beträchtliche Karrierehürden für Forscherinnen. Untersuchungen zeigen: in der außeruniversitären Forschung sind Führungspositionen fast ausschließlich mit Männern besetzt. Der Frauenanteil in den Geschäftsführungen liegt bei 3,8 Prozent, der Anteil der Frauen in Aufsichtsräten, Vorständen und wissenschaftlichen Beiräten liegt zwischen 0 und 9,8 Prozent, die Aufstiegschancen für Frauen in der kooperativen Forschung sinken jährlich.

Gründe: Strukturelle Karrierehemmnisse

Warum spiegeln sich die Kompetenzen hoch qualifizierter Frauen in der Führungsebene nicht wider? Um die strukturellen Hemmnisse für Forscherinnen-Karrieren zu identifizieren und Veränderungsstrategien zu entwerfen, wurde 2005 von w-fFORTE eine Studie bei der ÖGUT in Auftrag gegeben. Sie diente der konzeptionellen Vorbereitung für das Impulsprogramm „Laura Bassi Centres of Expertise“. Die identifizierten Defizite, die Frauen in der außeruniversitären Forschung behindern, sind:

  • intransparente Vergabeverfahren
  • Evaluierungskriterien die an männliche Normkarrieren angepasst sind
  • Bündnisstrukturen männlicher Wissenschafter im Zitations- und Publikationsranking
  • Frauen an Universitäten müssen sich häufiger mit Projektarbeitsplätzen begnügen und mehr administrative Funktionen übernehmen, sodass weniger Zeit für karrierefördernde Publikationsaktivitäten bleibt.
  • Download Zusammenfassung der konzeptiven Vorbereitung

Lösung: Neue Rahmenbedingungen in der Forschung schaffen

Es sind also benachteiligende Rahmenbedingungen, die Frauen den Zugang zu Leitungsfunktionen in kooperativen Forschungszentren erschweren und nicht, wie oft angenommen, mangelndes Interesse an technisch-naturwissenschaftlichen Themen oder geringe Verfügbarkeit an hochqualifizierten Wissenschafterinnen. Daher müssen die Rahmenbedingungen für wissenschaftliches Arbeiten verändert werden, dies entspricht auch den aktuellen Anforderungen an Berufsbilder in der Forschung. Gefordert werden:

  • transparente, formalisierte Strukturen im Vergabe- und Evaluierungsbereich
  • Interdisziplinäre und/oder transdisziplinäre Forschungsinhalte
  • Teamarbeit als Arbeitsprinzip, gemeinsam Entwicklung vorantreiben
  • Zielorientiertes Forschungsmanagement
  • Forschungsauftrag als Beitrag zur Lösung konkreter (gesellschaftlicher) Problemstellungen