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Ein neues Bewertungsmodell für die Auswahl von wissenschaftlichen Forschungsprojekten


Die Zukunftspotenzialanalyse ist ein innovatives Bewertungsmodell, das für die Begutachtung von Forschungsvorhaben entwickelt wurde. Erstmals eingesetzt wurde es im Auswahlverfahren des Impulsprogramms „Laura Bassi Centres of Expertise“.

Exzellenz neu definieren

Begutachtet wird einerseits die fachliche Qualität der Einreichungen; zusätzlich werden in den Bewertungskatalog nun Kompetenzen im Bereich Management, Personalentwicklung und Teamführung eingebracht. Denn diese Skills sind heute unverzichtbar, insbesondere in der anwendungsorientierten Forschung. Die Zukunftspotenzialanalyse trägt also zu einer neuen, Management-orientierten Forschungskultur bei, als Reaktion auf aktuelle Anforderungen an das ForscherInnen-Berufsbild. Ziel ist, diese neue Forschungskultur in der globalen Forschungslandschaft zu etablieren. Somit wird den Veränderungen in der wissenschaftlichen Arbeitswelt – mehr Interdisziplinarität, mehr Projektmanagement, mehr Teamführung - ein systematischer Kriterienkatalog zur Seite gestellt.

Alleiniger Fokus auf Leistungen der Vergangenheit nicht mehr zeitgemäß

Die bisherigen Qualitätskriterien für wissenschaftliche Exzellenz betrafen vor allem fachliche Spezialisierungen, quantitative Publikationsaktivität sowie Impact Points. Wissenschaftliche Karriere funktionierte häufig nach dem „Kronprinzenmodell“ (Vorgesetzter kürt einen Nachfolger auf Basis von Beziehung mehr denn auf Basis von Qualifikation). Darüber hinaus lag der Schwerpunkt auf den individuellen, in der Vergangenheit erbrachten Leistungen. Dieses Wissenschaftsverständnis stellt ein Karrierehindernis für all jene wissenschaftlich Tätigen dar, deren Lebenslauf diesem klassischen Karrieremodell nicht entspricht: das sind meistens Frauen. So entgehen dem Wissenschaftsbetrieb hoch qualifizierte Wissenschafterinnen, deren Kompetenzen sich auf der Führungsebene nicht widerspiegeln, die jedoch einen wichtigen Motor für wissenschaftlichen Fortschritt darstellen.

Blick in die Zukunft richten

Damit das Potenzial hoch qualifizierter ForscherInnen zur Entfaltung kommen kann, muss ein zukunftsorientiertes Wissenschaftsverständnis etabliert werden. Der Fokus darf nicht nur auf den bisher erbrachten Leistungen liegen, sondern auch auf der in Zukunft zu erwartenden Performance - dem Potenzial, das  aus dem bisherigen Karriereverlauf der ForscherInnenpersönlichkeit sichtbar geworden ist: wie z.B. den Talenten zu Innovation, Management, Personalentwicklung und Chancenwahrnehmung (= arbeiten unter schwierigen Rahmenbedingungen wie Teilzeitverträgen oder Karenzzeiten). Ein solches Potenzial-orientiertes Wissenschaftsverständnis lässt nicht-traditionelle Karrieremodelle zu, bietet talentierten ForscherInnen neue Perspektiven und berücksichtigt vielfältige Netzwerke sowie Zielgruppen.
Im Rahmen des zweistufigen Auswahlverfahrens für die Laura Bassi Exzellenzzentren wurde die Analyse der Zukunftspotenziale bei den eingereichten Bewerbungen erstmals vorgenommen.

Weiterführende Informationen zum Thema "Zukunftspotenzialanalyse"

  • 10 FAQs - Ausführliche Informationen zur Zukunftspotenzialanalyse
  • Empfehlungen - Erarbeitung im Arbeitskreis im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach 2010
  • Konzept - wissenschaftliches Konzept von Karin Grasenick, Leiterin von convelop