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Forscherinnen


Frauen im technisch-naturwissenschaftlichen Berufen sind Grenzgängerinnen.

Der Anteil weiblicher Studentinnen liegt EUweit bereits über dem ihrer männlichen Kollegen, aber in der technisch-naturwissenschaftlichen Forschung gibt es noch einen Nachholbedarf. Das ist auch als Anpassungsprozess an eine bestimmte Geschlechterrolle zu verstehen: Nach einer Langzeitstudie von Lyn Brown und Carol Gilligan (1997) verlieren junge Frauen während der Adoleszenz häufig ihre kräftige Stimme aus der Kindheit, wo sie ihr Interesse an Technik und Naturwissenschaft mitunter noch ausleben. Später jedoch stellen sie individuelle Interessen in den Hintergrund zu Gunsten von gesellschaftlich erwarteten Rollenbildern. Vor diesem entwicklungspsychologischen Kontext kann der Motivationsverlust für Naturwissenschaft und Mathematik neu interpretiert werden.

Frauen in Naturwissenschaft und Technik, die sich ihren Weg dennoch bahnen und sich oft als besonders erfolgreich erweisen, sind also bereits Grenzgängerinnen, die sich nicht auf ein bestimmtes Bild von Weiblichkeit festlegen lassen. Untersuchungen von FEMtech-fFORTE ergeben, dass der Anteil an Absolventinnen in naturwissenschaftlichen und technischen Studienrichtungen kontinuierlich gestiegen ist. In den Naturwissenschaften haben sie bereits die 40% Quote erreicht, in den Ingenieurwissenschaften liegt sie bei 21 Prozent.

w-fFORTE macht die Forscherinnen hier sichtbar.

Interviews und Portaits: Teresa Arrieta