Laura Bassi Centre BRIC schließt Arbeit erfolgreich ab mehr...

Förderwettbewerb FemPower IKT 2018 mehr...

CrossEUWBA - Women entrepreneurs and women business angels mehr...

Network for European Research and Innovation acceleration in the US mehr...

Ada Lovelace [1815-1852]


„Die Maschine kann nur tun, was wir ihr zu befehlen wissen.“
„Ich bin eines dieser Genies, die sich darauf beschränken, sich zu erholen.“
 
Forschungsgebiet: Mathematik
Erfindung(en): Grundlagen für die ersten Computerprogramme
Nationalität: England
 
Wissenswertes:
Augusta Ada Lovelace wurde als Tochter von Annabella Milbanke und Lord Byron geboren. Ihr Vater gehörte dem englischen Hochadel an und wurde als Dichter bekannt, ihre Mutter wird als intelligente und mathematisch begabte Frau beschrieben. Die Eltern trennten sich kurz nach Adas Geburt, und die Mutter zog Ada allein groß. Ihr Unterricht war stark naturwissenschaftlich ausgerichtet. Ada zeigte auch früh Interesse an Mathematik und Mechanik und entwarf bald Konstruktionspläne für Schiffe und Maschinen. Da sie in ihrer Jugend sehr oft krank war, konnte sie sich zu Hause ganz ihren naturwissenschaftlichen Interessen widmen. In ihrem weiteren Leben bedeutete die Beschäftigung mit der Mathematik immer eine Erholung für sie. Mit zwanzig Jahren heiratete Ada Byron William Lord King, den späteren Earl of Lovelace. In ihren Biographien wurde die Ehe als wenig glücklich beschrieben. Durch die Geburt von drei Kindern sowie gesundheitlichen Problemen und Repräsentationspflichten ihres Mannes fühlte sie sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit gebremst. Bei einem der gesellschaftlichen Anlässe lernte sie Charles Babbage kennen, einen Mathematiker und berühmten Erfinder, der mehrere Modelle einer Rechenmaschine entworfen hatte. Sein „Analytical Engine“ wird heute als Vorläufer des Computers angesehen. Zwischen Ada Lovelace, die sich trotz aller Hindernisse weiter mit Mathematik beschäftigt hatte, und Babbage entstand eine enge Freundschaft. Mit ihm konnte sie über mathematische Probleme diskutieren, und sie fand in ihm ein intellektuelles Gegenüber, das ihre Studien und Ambitionen ernst nahm. Mit 27 Jahren übersetzte sie ein Buch von Menabrea aus dem Französischen, in dem die Konstruktion des „Analytical Engine“ erklärt wurde. Als Babbage davon erfuhr, schlug er ihr vor, die Übersetzung noch mit Anmerkungen und Abbildungen zu versehen. Als sie dabei einen Berechnungsfehler entdeckte, erweiterte sie die Anmerkungen schließlich auf den dreifachen Umfang des ursprünglichen Textes. Darin widmete sie sich zum einen den Problemen, die mit Hilfe des Analytical Engine gelöst werden könnten. Zum anderen erarbeitete sie die Organisationsprinzipien der jeweiligen Rechenoperationen, die heute „Schleife", „Unterroutine", und „bedingter Sprung“ heißen. Damit schrieb sie praktisch die ersten Computerprogramme. Es war ihr Verdienst, dass Babbages Erfindung einem größeren wissenschaftlichen Kreis bekannt wurde. Die Maschine wurde allerdings nie gebaut, da das Geld dazu fehlte. Adas Mann wurde Mitglied der Royal Society, um ihr Zugang zu wissenschaftlicher Literatur zu verschaffen. Doch ihre weitere wissenschaftliche Arbeit stagnierte, da sie kaum Resonanz fand. Außerdem ging es ihr gesundheitlich zunehmend schlechter, eine Behandlung mit dem neuen Medikament Morphin und mit Alkohol als Aufputschmittel machte sie zusätzlich drogenabhängig. Bereits im Alter von 36 Jahren starb sie an Krebs.