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Laura Bassi Centres of Expertise

Exzellente Frauen forschen am Brennpunkt von Wissenschaft und Wirtschaft

Innovation durch Vielfalt: Die „Laura Bassi Centres of Expertise“ sind wirtschaftsnah und praktizieren eine neue Forschungskultur. Sie setzen auf trans- und interdisziplinäre Forschung, Teamorientierung, gezielte Personalentwicklung sowie effiziente Managementkultur als Antwort auf aktuelle Anforderungen in der Wissenschaft. Denn zum modernen Berufsprofil in der Forschung zählen heute auch Projektmanagement- und Kommunikationsskills. Mit diesen zeitgemäßen Schwerpunkten sind die Laura Bassi Exzellenzzentren europaweit einzigartig. Sie werden von hochqualifizierten Expertinnen geleitet und betreiben innovative Forschung in Naturwissenschaft, Technik und Technologie.

Impulsprogramm macht Frauen an der Spitze sichtbar

Die Zentren haben ihre Arbeit im Herbst 2009 aufgenommen. Dem ging ein speziell designtes Auswahlverfahren voran, bei dem nicht nur die bisherigen wissenschaftlichen Leistungen der Forscherinnen evaluiert wurden; auch deren Zukunftspotenziale im Bereich Management, Teamführung sowie Karriereplanung flossen in die Bewertung ein. Ziel dieses einmaligen Impulsprogramms ist es, die Forschungsleistung hochqualifizierter Frauen sichtbar zu machen und mehr Chancengleichheit in der europäischen Wissenschaftslandschaft zu implementieren, zur Beschleunigung der Forschungsdynamik – denn Diversität fördert Innovation.

 

Im Jahr 2013 wurde die laut Programmdokument vorgesehene Zwischenevaluierung im vierten Jahr der Laufzeit durch eine international besetzte Jury durchgeführt. Die Evaluierung bestätigte den Erfolg des Impulsprogramms: die Fortführung aller acht bestehenden Zentren wurde empfohlen. Derzeit arbeiten 7 Forschungsleiterinnen sowie rund 87 weitere ForscherInnen in den sieben laufenden Zentren an gesellschaftlich relevanten Forschungsfragen in den Bereichen Medizin, Life Science und Informationstechnologie. In den acht Zentren sind als erste Ergebnisse 230 Publikationen, 21 Dissertationen, 41 Diplomarbeiten und Masterthesis sowie 2 neue Patente und 2 neue Lizenzen zu verzeichnen. Ein Laura Bassi Zentrum hat bereits in der ersten Förderungsperiode ein spin-off gegründet, weitere sind in Vorbereitung.


In der zweiten Förderperiode setzen folgende sieben Zentren ihre Arbeit fort:

CVAST  |  PlantBioP  |  BRIC  |  QE LaB  |  COSS  |  OCUVAC  |  THERAPEP

 

Trotz positiv abgeschlossenen Zwischenevaluierung wurde das Projekt DiaLife im Jahr 2013 zurückgestellt.

 

Die Broschüre "Laura Bassi Centres of Expertise - An der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft" (2014) gibt eine gute Übersicht über Laura Bassi, die Zentren sowie die Forschungsschwerpunkte.

Karrierehemmnisse beseitigen

Dem Impulsprogramm "Laura Bassi Centres of Expertise" ging eine 4-jährige konzeptive Vorbereitung voran. 2005 gab w-fFORTE eine Studie bei der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) in Auftrag, um die strukturellen Hemmnisse für Frauen-Karrieren in der kooperativen Forschung zu identifizieren. Genannt wurden u.a. intransparente Vergabeverfahren, männliche Bündnisstrukturen die die Aufstiegschancen von Frauen behindern, sowie zu geringe Möglichkeiten zum Netzwerken mit der Industrie. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde ein zweistufiges Auswahlverfahren mit neuartigen Evaluierungskriterien und angeschlossenem Hearing entworfen, damit die Kompetenzen exzellenter Forscherinnen mehr Beachtung erfahren. Dies steht auch in Einklang mit den Zielen der europäischen Union.

Langfristiger Förderungsrahmen

Namensgeberin des Programms ist die italienische Physikerin Laura Bassi, die im 18. Jahrhundert als erste Professorin an eine europäische Universität berufen wurde. Die Impulsaktion „Laura Bassi Centres of Expertise“ wird im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) durch das Programm „w-fFORTE - Wirtschaftsimpulse von Frauen in Forschung und Technologie“ innerhalb der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) umgesetzt. Die derzeit sieben Laura Bassi Centres of Expertise haben eine bis zu siebenjährige Laufzeit und sind mit insgesamt 14 Mio Euro dotiert.