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Hedy Lamarr [1914-2000]


“Any girl can be glamorous; all you have to do is stand still and look stupid.”

 
Forschungsgebiet: Funktechnik
Erfindung(en): Funkfernsteuerung für Torpedos
Nationalität: Österreich (später England, USA)
 
Wissenswertes:
Hedy Lamarr wurde am 9. November 1914 als Hedwig Eva Maria Kiesler in Wien geboren. Sie stammte aus einer wohlhabenden Familie. Ende der 20er Jahre wurde sie von Max Reinhardt für die Schauspielerei entdeckt und von ihm nach Berlin geholt. Nach einer Ausbildung am Theater kehrte Hedy Kiesler nach Wien zurück. Es folgten erste Filmauftritte und 1931 die erste größere Rolle in dem Streifen „Man braucht kein Geld“, in dem sie neben Hans Moser und Heinz Rühmann spielte. Für internationales Aufsehen sorgte sie erstmals 1933, als sie knapp 18-jährig in dem tschechischen Film Ekstase die erste Nacktszene der Filmgeschichte spielte. Im selben Jahr, am 10. August 1933, heiratete Hedy Kiesler den österreichischen Schwerindustriellen Fritz Mandl (den ersten von insgesamt sechs Ehemännern), der einem der damals weltgrößten Rüstungskonzerne vorstand. Berichten zufolge verlief diese Ehe sehr unglücklich, da sie unterdrückt und in ihren Freiheiten sehr eingeschränkt wurde und ihr außerdem die Schauspielerei untersagt wurde.1937 flüchtete sie vor ihrem Mann nach London, wo sie ihren Künstlernamen Hedy Lamarr annahm. Sie ging in die USA und nahm in Hollywood Rollen in mehr als 30 Filmen an. Obwohl sie in der Wahl ihrer Rollen keine sichere Hand hatte – so lehnte sie die Hauptrolle zu Casablanca ab – galt sie zu der damaligen Zeit in den Medien als schönste Frau der Welt.
Durch ihre Ehe mit Mandl hatte Hedy Lamarr Einblick in die Waffenindustrie bekommen. Die Tatsache, dass sie sich im Kampf gegen den Nationalsozialismus auf Seiten der Alliierten sah, führte letztendlich zu ihrer Erfindung. Sie dachte darüber nach, wie man die im Krieg eingesetzten Torpedos zielsicherer machen könnte. Über die mögliche Steuerung durch Radiofrequenzen erfuhr sie in Gesprächen ihres ersten Ehemannes mit dessen Kollegen. Sie wusste auch, dass dieses System für den Feind relativ leicht störbar war. Ihre Idee zur Lösung dieses Problems war, die Frequenz des Radios am Schiff und des Radios am Torpedo nach einem bestimmten Muster synchron zu wechseln. Auf diese Idee kam sie, als sie auf einer Party dem Musiker George Antheil beim Klavier spielen zusah und sie überlegten, wie man eines seiner Werke, das für 16 Pianos geschrieben wurde, synchronisieren könnte. Sie lösten das Problem mittels identischer Lochkarten in Sender und Empfänger. Sie ließen die Erfindung patentieren, sie kam aber in Zusammenhang mit der Torpedosteuerung nicht zur Anwendung. Erst mit der GSM-Technik wurde auf die Entwicklung zurückgegriffen, das Patent war aber mittlerweile abgelaufen.