
Laura Bassi Centres of Expertise
Exzellente Frauen forschen am Brennpunkt von Wissenschaft und Wirtschaft
Innovation durch Vielfalt: Die „Laura Bassi Centres of Expertise“ sind wirtschaftsnah und praktizieren eine neue Forschungskultur. Sie setzen auf trans- und interdisziplinäre Forschung, Teamorientierung, gezielte Personalentwicklung sowie effiziente Managementkultur, als Antwort auf aktuelle Anforderungen in der Wissenschaft. Denn zum modernen Berufsprofil in der Forschung zählen heute auch Projektmanagement- und Kommunikationsskills. Mit diesen zeitgemäßen Schwerpunkten sind die acht Laura Bassi Exzellenzzentren europaweit einzigartig. Sie werden von hochqualifizierten Expertinnen geleitet und betreiben innovative Forschung in Naturwissenschaft, Technik und Technologie.
Impulsprogramm macht Frauen an der Spitze sichtbar
Die Zentren haben ihre Arbeit im Herbst 2009 aufgenommen. Dem ging ein speziell designtes Auswahlverfahren voran, bei dem nicht nur die bisherigen wissenschaftlichen Leistungen der Forscherinnen evaluiert wurden; auch deren Zukunftspotenziale im Bereich Management, Teamführung sowie Karriereplanung flossen in die Bewertung ein. Ziel dieses einmaligen Impulsprogramms ist es, die Forschungsleistung hochqualifizierter Frauen sichtbar zu machen und mehr Chancengleichheit in der europäischen Wissenschaftslandschaft zu implementieren, zur Beschleunigung der Forschungsdynamik – denn Diversität fördert Innovation.
Karrierehemmnisse beseitigen
Dem Impulsprogramm "Laura Bassi Centres of Expertise" ging eine 4-jährige konzeptive Vorbereitung voran. 2005 gab w-fFORTE eine Studie bei der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) in Auftrag, um die strukturellen Hemmnisse für Frauen-Karrieren in der kooperativen Forschung zu identifizieren. Genannt wurden u.a. intransparente Vergabeverfahren, männliche Bündnisstrukturen die die Aufstiegschancen von Frauen behindern, sowie zu geringe Möglichkeiten zum Netzwerken mit der Industrie. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde ein zweistufiges Auswahlverfahren mit neuartigen Evaluierungskriterien und angeschlossenem Hearing entworfen, damit die Kompetenzen exzellenter Forscherinnen mehr Beachtung erfahren. Dies steht auch in Einklang mit den Zielen der europäischen Union.
Langfristiger Förderungsrahmen
Namensgeberin des Programms ist die italienische Physikerin Laura Bassi, die im 18. Jahrhundert als erste Professorin an eine europäische Universität berufen wurde. Die Impulsaktion „Laura Bassi Centres of Expertise“ wird im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) vom Programm „w-fFORTE - Wirtschaftsimpulse von Frauen in Forschung und Technologie“ innerhalb der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) umgesetzt. Die acht Laura Bassi Centres of Expertise haben eine bis zu siebenjährige Laufzeit und sind mit insgesamt 15 Mio Euro dotiert.
Susanne Reithofer | Tel.: +43 (0)5 7755 2606 susanne.reithofer(at)ffg.at
Agnieszka Molozej | Tel.: +43 (0)5 7755 2711 agnieszka.molozej(at)ffg.at
