
Beiträge zu wissenschaf(f)t wandel
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Wie kommt Gender in die Forschung?
Genderkompetenz ist, wie wir inzwischen wissen, ein wichtiges Qualitätsmerkmal in Forschung und Entwicklung. Da Genderwissen in der nationalen und europäischen Forschungsförderung zunehmend verpflichtend eingefordert und auch bewertet wird, steht die Forschungs-Community vor der Aufgabe, hier rasch Know How aufzubauen. Einen wertvollen Beitrag dazu hat zuletzt Londa Schiebinger und ihr Team geleistet, die den Forschungsstand zu "Gendered Innovations" gebündelt haben und auf einer Webplattfrom zur Verfügung stellen. Die Seiten sind seit einigen Wochen online, und können unter
http://genderedinnovations.stanford.edu/
abgerufen werden.
Beitrag von DI Dr. Brigitte Ratzer, TU Wien
Buchtipp: „Spannungen in Forschungsteams“ von Marie Céline Loibl.
Ausgangslage der Arbeit sind häufig auftretende Spannungen und Konflikte im Rahmen interdisziplinärer Zusammenarbeit, die sich verschärfen, wenn zusätzlichen zu den WissenschafterInnen (aus unterschiedlichen Disziplinen und Forschungseinrichtungen) auch PraktikerInnen im Team mitwirken.
Die Autorin spezialisierte sich auf Fragen der Erfolgsmessung und der Projektsteuerung in heterogen zusammengesetzten Forschungsteams und war insbesondere interessiert, Erkenntnisse in Steuerungsmethoden umzuwandeln.
Wie lassen sich Spannungen am besten bewältigen und gibt es Möglichkeiten, sie nicht nur zu bewältigen, sondern aus ihnen sogar Nutzen für die wissenschaftliche Arbeit zu ziehen?
Es wurde ein Theoriemodell entwickelt, das die Spannungen in inter- und transdisziplinären Forschungsteams auf drei Ursachen zurückführt:
- auf disziplinäre,
- organisationale und
- soziokulturelle Einflussfaktoren.
Ziel war es Bremsenergie in Antriebsenergie zu verwandeln. Im letzten Abschnitt der Arbeit werden „Spiele“ vorgestellt, die in unterschiedlichen Kontexten erprobt und weiterentwickelt wurden und sich als leistungsfähige Steuerungsmethoden bewährt haben.
Beitrag von: Mag. Markus Pröll-Schobel, Projektmanagement w-fFORTE
