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wissenschaf(f)t erkenntnis


Ein Fokus des Programms w-fFORTE liegt darauf, zu verstehen, welche unterschiedlichen Kulturen in Forschungseinrichtungen bestehen und unter welchen vielfältigen Herausforderungen daher Forschende dort arbeiten. Wissenschaftssysteme werden durch eine Vielzahl von Faktoren aus unterschiedlichen Bereichen wie beispielsweise Forschungs- und Wissenschaftsmanagement, Teamarbeit, Work-Life-Balance, Mobilität, Karrieremodelle, Bezahlung, Finanzierung von Forschung und anderen Faktoren geprägt. Gemeinsam ist diesen Faktoren, dass sie einen Einfluss auf die berufliche Entwicklung und das Entscheidungsverhalten von in der Forschung arbeitenden Personen haben und daher die in einer Organisation vorherrschende Kultur prägen.

Von besonderem Interesse für das Programm w-fFORTE ist dabei, welche handlungsleitenden Vorstellungen im Hinblick auf einzelne Faktoren derzeit existieren und somit Forschungskulturen prägen. Denn erst aus dem Verständnis kann es gelingen Handlungsempfehlungen abzuleiten bzw. Rahmenbedingungen so zu verändern, dass eingefahrene Wege verlassen und gesellschaftliche Veränderungen im Hinblick auf eine gerechtere Verteilung von Ressourcen möglich werden.

Zu oben genannten Einflussfaktoren sollen im Rahmen des Programms w-fFORTE Studien vergeben werden. Im Blickfeld der Erhebungen ist dabei die Situation in kooperativen Forschungseinrichtungen, die an der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft angesiedelt sind, da in diesen Bereich seitens der öffentlichen Hand ein maßgeblicher Teil der FTI-Mittel fließt. Neue diesbezügliche Erkenntnisse werden im Rahmen von „Wissenschaf(f)t Erkenntnis“ der Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung gestellt. w-fFORTE bedient sich dabei folgender Werkzeuge:

  • w-fFORTE vergibt Studien:
    Um klare, mit Fakten untermauerte Antworten zu Fragestellungen rund um die aktuelle Forschungskultur und das Berufsbild von Frauen in Naturwissenschaft und Technik zu gewinnen, vergibt w-fFORTE Studien, die vorhandene Strukturen in Forschung und Technologie beleuchten und Veränderungsbedarf erheben sollen. Themen sind beispielsweise die Situation von Ingenieurinnen in Naturwissenschaft und Technik oder Teamstrukturen in der kooperativen Forschung. Die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen zielen darauf ab, die Attraktivität von Arbeitsplätzen in Wissenschaft und Forschung zu erhöhen, damit Forschende ihr Potenzial effizienter entfalten können.
  • w-fFORTE gewinnt Erkenntnisse aus dem Impulsprogramm:
    Impulse für eine zeitgemäße Forschungskultur werden auch aus dem Programm „Laura Bassi Centres of Expertise“ gewonnen. Das BMWFW hat hierfür eine begleitende Evaluierung beauftragt, die durch die KMU FORSCHUNG AUSTRIA durchgeführt wird. Die begleitende Evaluierung soll dabei beginnend mit der Programmgenese alle Phasen der Programmumsetzung reflektieren. Die Programmverantwortlichen erwarten sich daraus Einsichten in die Wahrnehmung und Wirkung des Programms auf die forschungs- und technologiepolitische Community (Förderagenturen, Ministerien, Forschungsinstitute, GutachterInnen, Universitäten, etc.) sowie auf potentielle AntragstellerInnen und ForscherInnen. Auch werden Erkenntnisse über eine gendergerechte, technologiepolitische Gestaltung von FTI-Programmen gewonnen. Als Ergebnis soll die begleitende Evaluierung ein zentrales Ziel des Laura Bassi Programms unterstützen: Neue Wege in der gendergerechten Ausgestaltung von Forschungsförderung auszuloten und bewährte Ansätze für andere vorhandene Förderungsangebote nutzbar zu machen.
  • w-fFORTE unterstützt den Wissenstransfer in die FTI-Community:
    Die neu gewonnenen Erkenntnisse und Impulse werden von w-fFORTE auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet und so der FTI-Community zugänglich gemacht. Dieser Wissenstransfer erfolgt einerseits über die Veröffentlichung der Studien in Form von Druckwerken oder als PDF-Downloads. Andererseits veranstaltet w-fFORTE auch Diskussionen und lädt ExpertInnen aus der forschungs- und technologiepolitischen Community ein, die gewonnenen Erkenntnisse kritisch zu hinterfragen und zu diskutieren.