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Dorothy Crowfoot-Hodgkin [1910-1994]


“She was a great chemist, a saintly, gentle and tolerant lover of people, and a devoted protagonist of peace.”
(Max Perutz, Nobelpreisträger Chemie, 1962)
 
Forschungsgebiet: Chemie, Röntgenstrukturanalyse
Erfindung(en): Analyse des Vitamins B12, Insulin, Penicillin, …
Nationalität: geboren in Ägypten (später England)
 
Wissenswertes:
Dorothy Crowfoot war die älteste von vier Töchtern eines englischen Kolonialbeamten in Kairo. Da ihre Eltern viel auf Reisen waren, wuchs Dorothy bis 1918 bei Verwandten in England auf. Als ihre Mutter mit der inzwischen vierten Tochter in diesem Jahr nach England zurückkehrte, zogen sie in das Haus ihrer Familie. Die Kinder erhielten Privatunterricht. Schon als Jugendliche war Dorothy Crowfoot fasziniert von Kristallen und chemischen Strukturen. Als sie mit 16 Jahren Parsons „Grundlagen der Chemie“ las, beschloss sie, Chemie zu studieren. Von 1928 bis 1932 belegte sie das Fach Chemie an der Universität von Oxford und ging von dort aus nach Cambridge, um unter der Leitung von John Bernal Sterole zu untersuchen. Sie war von der „Eleganz“ der damals neuen Röntgenstrukturanalyse hingerissen. Danach kehrte Dorothy Crowfoot als Lehrkraft nach Oxford zurück. Im selben Jahr begann sie mit der chemischen Analyse des Insulins – eine Analyse, die 35 Jahre dauern sollte, bis die gesamte Struktur dieses Stoffs aufgedeckt war. 1947 wurde sie als dritte Frau in die exklusive Royal Society aufgenommen und nur ein Jahr später bekam sie als zweite Frau – nach Florence Nightingale – von Königin Elizabeth II. den Order of Merit verliehen. Ab 1962 war Dorothy Hodgkin Mitglied der Pugwash-Konferenz und setzte sich aktiv für die Verständigung von Wissenschaftern aus Ost und West ein. 1964 erhielt sie den Nobelpreis für Chemie „für ihre mit Röntgenmethoden ausgeführten Bestimmungen des biochemischen Aufbaus wichtiger Stoffe“. Dorothy Crowfoot Hodgkin war die dritte Frau nach Marie Curie (1911) und deren Tochter Irène Joliot-Curie (1935), die diese hohe Ehrung bekam. Die britische Chemikerin und Kristallographin erhielt außerdem zahlreiche Ehrendoktortitel und Medaillen. Zudem war sie u.a. Mitglied der amerikanischen, sowjetischen, niederländischen, australischen, jugoslawischen, norwegischen und österreichischen Akademie der Wissenschaften.