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Marie Curie [1867-1937]


„Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen.“
 
Forschungsgebiet: Physik und Chemie
Erfindung(en): spontane Radioaktivität, erste mobile Röntgenstation
Nationalität: Polen (später Frankreich)
 
Wissenswertes:
Von 1891 bis 1894 studierte Marie Curie an der Pariser Sorbonne, wo sie als Beste ihres Jahrgangs in Physik und als Zweitbeste in Mathematik abschloss. Henri Becquerel betreute sie als seine Doktorandin. Nach dem Studium heiratete sie den Physiker Pierre Curie. Gemeinsam arbeiteten sie in ihrem provisorischen Labor an der Isolation zweier unbekannter Elemente, Radium und Polonium (das sie nach ihrer Heimat benannte), deren Strahlung sie später „radioaktiv“ nannte. Neben ihren Forschungen unterrichtete Marie an einer Mädchenschule Physik und führte die neue Methode der experimentellen Demonstrationen ein.

1903 erhielten die Curies gemeinsam mit Becquerel den Nobelpreis für Physik für die Entwicklung und Pionierleistung auf dem Gebiet der spontanen Radioaktivität und der Strahlungsphänomene. Nachdem Pierre Curie 1906 bei einem Straßenbahnunfall ums Leben kam, übernahm Marie spontan seine Vorlesungen an der Pariser Universität. Sie war damit die erste Frau, die an der Sorbonne lehrte und zwei Jahre später erhielt sie eine offizielle Professur für Physik.

1911 erhielt Marie Curie für die Isolation des Elements Radium den Nobelpreis für Chemie und wenige Jahre später wurde ihr die Leitung des Radium-Instituts übergeben. Marie Curie war damit die erste Wissenschafterin, die in diesen Fachgebieten einen Nobelpreis erhielt. Sie ist bisher gleichzeitig die einzige Frau, der mehr als ein Nobelpreis verliehen wurde. Außerdem sind Marie Curie und Linus Pauling bis heute die beiden einzigen Menschen, die einen Nobelpreis in mehr als einem Gebiet erhalten haben.

Im Zweiten Weltkrieg entwickelte Curie gemeinsam mit ihrer Tochter die erste mobile Röntgenstation, die die Untersuchung der verletzten Soldaten vor Ort ermöglichte. Nach dem Krieg forschte Curie gemeinsam mit ihrer Tochter weiter, und das Radium-Institut wuchs unter ihrer Leitung zum Zentrum für Nuklearphysik heran. Curie starb 1934 an Leukämie, einer Folge ihrer hochdosierten und langjährigen Kontakte mit radioaktiven Elementen. Ein Jahr später erhielt ihre Tochter Irène Joliot-Curie ebenfalls den Nobelpreis für Chemie.