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QE LaB - Quality Engineering Lab

  • Leiterin: Prof.in Dr.in Ruth Breu, Institut für Informatik
  • Förderungsnehmerin: Universität Innsbruck
  • Partner: Comarch Software und Beratung AG | iteratec GmbH | ITH icoserve technology for healthcare | Kapsch CarrierCom AG
  • Site: www.qe-lab.at

IT von morgen beherrschbar machen

Prof.in Ruth Breu, Leiterin des Instituts für Informatik der Universität Innsbruck, arbeitet im Laura Bassi Zentrum QE LaB daran, die nächste Generation kooperativer IT Systeme steuerbarer und störungsfreier zu machen.


Unter Quality Engineering in der Informatik versteht man alle Maßnahmen, die ein System sicherer und zuverlässiger machen. Das Thema ist heute von eminenter Wichtigkeit, weil unter dem Stichwort „kooperative IT“ ein historischer Technologiesprung bevorsteht, vergleichbar mit der Einführung des Internets. Neue, IT-gesteuerte Vernetzungen eröffnen ungeahnte Möglichkeiten des Datenaustausches: Niedergelassene ÄrztInnen tauschen PatientInnendaten mit Krankenhäusern, Autos kommunizieren mit Staukontrollsystemen oder Mautverrechnern. Reibungsfreie Abläufe sind essenziell, weil sie die Basis für das Funktionieren der Gesellschaft bilden. Daher gewinnt das Thema IT-Sicherheit eine immer größere Dimension. QE LaB wird unter der Leitung von Ruth Breu Technologien für die Qualitätssicherung einer neuen Generation kooperativer IT-Systeme entwickeln. Das Zentrum verknüpft exzellente Forschung mit wirtschaftlicher Verwertbarkeit.

Märkte neu ordnen

Neue Technologien in der IT haben die beliebige Vernetzung von Informationen möglich gemacht. Dadurch sind nie gekannte kooperative Anwendungen im Entstehen. Die innovativen IT-Systeme haben ähnlich wie die Verbreitung des Internets vor ca. 15 Jahren das Potenzial, Märkte neu zu ordnen, andere Geschäftsmodelle hervorzubringen und die Zusammenarbeit von Menschen effizienter zu gestalten. Allerdings sind diese kooperativen Systeme mit drastisch erhöhten Qualitätsanforderungen verbunden, insbesondere hinsichtlich der Sicherheit und Zuverlässigkeit. QE LaB hat sich zum Ziel gesetzt, Verfahren zu entwickeln, um die Qualität dieser Systeme von morgen kontinuierlich zu überwachen und zu steuern. Ein weiteres Anliegen des Laura-Bassi Centre of Expertise QE LaB ist es, mehr Frauen für das Studium der Informatik zu begeistern. Dafür soll ein realitätsnahes Bild dieser Disziplin vermittelt werden, in der Teamarbeit, Kommunikation und Wissensarbeit im Vordergrund stehen.

Informatik-Visionärin für zuverlässigere Software

Prof.in Ruth Breu ist im bayerischen Berchtesgaden geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Studium der Informatik an der Universität Passau arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU München und habilitierte dort 1999. Sie war mehrere Jahre freiberuflich als Beraterin für Softwaretechnik für namhafte Unternehmen im Finanzdienstleistungs- und Telekommunikationsbereich tätig, bevor sie 2002 dem Ruf an die Universität Innsbruck folgte. Ihre Forschungsgruppe Quality Engineering liefert Lösungen für Software-Sicherheit und bildet Ingenieure für die Praxis aus. Die Forschungsgruppe betreibt lebhaften Wissensaustausch mit IndustriepartnerInnen und führt Forschungsarbeiten auf höchstem Niveau durch. So wurden seit 2004 mehr als 20 Drittmittelprojekte und ca. 200 Studienarbeiten in Kooperation mit Firmen durchgeführt. Die Forschungsgruppe Quality Engineering besteht derzeit aus 30 MitarbeiterInnen und ist damit die größte von einer Frau geleitete Informatik-Forschungsgruppe in Österreich. Obwohl der Frauenanteil im Informatikstudium in Österreich nur ca. 10% beträgt, weist ihre Forschungsgruppe einen Frauenanteil von über 30% auf. Mit ihrem Laura Bassi Zentrum befindet sie sich an der Quelle aktueller IT-Entwicklungen: „Die neu entstehenden kooperativen Systeme bilden einen Quantensprung in der Informatik, und QE LaB forscht im Zentrum des Geschehens mit. Gleichzeitig planen wir gezielte Maßnahmen, um Informatik-Wissenschaften wegzuholen vom Bild des Pizza-essenden PC-Junkies, damit mehr Frauen dieses spannende Fach studieren und die Zukunft mitgestalten.“